Dienstag, 15. August 2017

Ein paar Gedanken zu: "Bullyparade – Der Film"

(© Warner Bros.)
Bullyparade – Der Film (Deutschland 2017)

Regie: Michael "Bully" Herbig
Drehbuch: Bully, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Alfons Biedermann
Mit: Bully, Kavanian, Tramitz, Sky Du Mont, Andreas Fröhlich (Erzähler)

Handlung: In insgesamt fünf Episoden werden aus der Bullyparade bekannte Sketche aufgegriffen. So müssen die Kasirske-Brüder den Fall der Mauer verhindern, Winnetou ist verliebt, Sissi und Franz wollen ein Ferien-Domizil kaufen, Lutz und Löffler gehen an die Wall Street und Captain Kork, Spucki und Co. landen auf dem Planeten der Frauen.

Wertung★★★★☆☆☆☆



In meinen (sehr) jungen Jahren war ich großer Fan der Bullyparade: Die Vorfreude war stets enorm, die Enttäuschung für meine gesamte Familie spürbar, wenn ich einmal nicht pünktlich zur wöchentlichen halben Stunde Bully vor dem Fernseher saß. Auch Der Schuh des Manitu war für mein zehnjähriges Ich eine Offenbarung – ganze dreimal schleppte ich diverse Verwandte in den Kinosaal, immerhin genauso oft wie im selben Jahr in Der Herr der Ringe – Die Gefährten. Doch schon als 2004 Traumschiff Surprise startete, lag mein Humor nicht mehr ganz auf einer Wellenlänge mit dem Michael Herbigs. Und als ich nun zur Vorbereitung auf Bullyparade – Der Film noch einmal in die TV-Show und den Schuh hineinschaute, musste ich wenig überrascht feststellen: In den vergangenen 13 Jahren schritt diese Entwicklung nur weiter voran.

Bullyparade – Der Film ist eher Zurück in die Vergangenheit. Dennoch: Der Einstieg mit dieser ZidZ-Parodie ist noch recht gelungen.

Doch tatsächlich muss ich sagen, dass der Beginn recht stimmungsvoll und unterhaltsam geraten ist: Die ostdeutschen Kasirske-Brüder (Herbig und Tramitz) retten in einer gelungenen Zurück-in-die-Zukunft-Parodie die DDR vor dem Mauerfall und dem anschließenden David-Hasselhoff-Konzert. Vor allem die Einbindungen der Kasirskes in Archivmaterial, wie der Pressekonferenz, in der Günter Schabowski die Öffnung der Mauer verkündete, sind witzig und auch optisch rundum gelungen. Doch leider stürzt die Humor-Qualität nach dieser einleitenden Episode und dem folgenden Vorspann schnell in erschreckende Tiefen: Sowohl der halbgare Schuh-des-Manitu-Aufguss – vor allem bei einer peinlichen Django-Unchained-Persiflage kann man sich nur an den Kopf fassen –, als auch die höchst alberne Sissi-Parodie locken nicht einmal ein müdes Lächeln hervor. Vielmehr regiert hier der Fremdscham.

Peinlich: Rick Kavanian als Dr. Schmitz mit seiner Handpuppe Tschango...

Ein wenig bergauf geht es dann mit der Episode Lutz of Wall Street, in der Bully die beiden Jojoba-Guys Lutz (Bully) und Löffler (Tramitz) Martin Scorseses Wolf of Wall Street durch den Kakao ziehen lässt. Immerhin die humorvolle Kopie von Matthew McConaugheys Brust-Klopf-Szene und ein Mini-Mini-Mini-Cameo von Action-Legende Chuck Norris bringen hier Spaß.

Die beste Entscheidung von Regisseur Herbig kristallisiert sich jedoch erst am Schluss heraus: Nämlich den Film mit dem Traumschiff-Surprise-Aufguss Planet der Frauen zu schließen. Dieser ist das unstrittige Highlight, dringt tatsächlich in unerwartete Humor-Galaxien vor, mit denen kein Zuschauer zuvor gerechnet hat, und ist zudem noch sehr schick getrickst! Mit dem Yeti (Kavanian) taucht hier dann auch der anarchistischste und beste Charakter aus der Bullyparade auf und versorgt als rotziger Chewbacca-Verschnitt die Star-Trek-Parodie mit einigen guten Lachern.

Mit das Beste am Film: Der Yeti (Kavanian, links.)

Doch wird auch in dieser finalen Episode eine der größten Schwächen des Films deutlich: Die vielen Gaststars (neben Chuck Norris u.a. noch Peter Maffay, Lena Meyer-Landrut, Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und Jürgen Vogel) sind vollkommen verschenkt, sind nur da, um da zu sein oder dürfen höchstens als Stichwortgeber dienen. So schauen Schweighöfer und Schweiger nur für den Hauch eines Moments in die Kamera, Jürgen Vogel darf immerhin einen platten One-Liner zum Besten geben. Völlig verschenkt! So geht es den ganzen Film über und es drängt sich zwangsläufig die erschreckende Gewissheit auf, dass selbst im kürzlich erschienenen und katastrophal-grottigen Sharknado 5 die „Promi“-Auftritte besser und amüsanter eingesetzt wurden.

Insgesamt erinnert Bullyparade – Der Film in seinen besten Momenten an die Glanzzeiten der TV-Show – doch gibt es von diesen Momenten höchstens eine Handvoll. Der Rest lässt ein-, zwei-, dreimal schmunzeln, jedoch meist nur müde gähnen und selbst warme Nostalgie-Gefühle melden sich nur selten und wenn, dann leise und schüchtern. Am Ende bleibt die große Frage: Warum das Ganze? Warum Sketche, deren Humor-Mindesthaltbarkeitsdatum längst überschritten ist, noch einmal aufwärmen? Ich weiß es nicht. Aber immerhin scheinen Bully, Tramitz und Kavanian einen Heidenspaß gehabt zu haben. Denn das sieht man ihnen und dem Film an – und diese oft in Albernheiten abgleitende Spielfreude rettet immerhin einige Gags ins Ziel.


Samstag, 12. August 2017

Ein paar Gedanken zu: "Sharknado 5: Global Swarming"

(© SyFy)
Sharknado 5: Global Swarming (USA 2017)


Regie: Anthony C. Ferrante
Drehbuch: Scotty Mullen
Mit: Ian Ziering, Tara Reid, Cassandra Scerbo
Handlung: Nein.
Wertung★★☆☆☆☆☆☆☆☆

Was aus einer hirnverbrannt-spaßigen Idee heraus entstand, hat sich mit Teil 5 (und eigentlich auch schon mit Teil 4) endgültig abgenutzt: Global Swarming ist nichts weiter als eine billige Nummernrevue, zusammengesetzt aus hässlichem CGI-Matsch und größtenteils albern-unnötigen Cameo-Auftritten von C-Prominenz, die für Dschungelcamp und Promi-Big-Brother zu unpopulär ist.


Zugegeben: Eine handvoll netter Einfälle haben sich Regisseur Anthony C. Ferrante und sein Asylum-Team wieder aus den Fingern gesogen. Darunter wenige Besetzungscoups wie Schundroman-Covermodel Fabio Lanzoni in die Rolle des Papstes zu stecken oder am Ende des Films, als die weltweite Sharknado-Seuche zur Apokalpyse geführt hat und nur Hauptfigur und Profi-Hai-Killer Fin (Ian Ziering) überlebt zu haben scheint, Dolph Lundgren als seinen Sohn aus der Zukunft anbrausen zu lassen, woraus tatsächlich eine mittelmäßig gelungene Zurück-in-die-Zukunft-Anspielung entsteht. 

Doch wo diese Einfälle noch ein müdes Lächeln hervorrufen, kann man beim Rest nur die Hände vor dem Kopf zusammenschlagen. Nein, schlimmer noch: Man ist einfach nur gelangweilt. Die Sharknado-Reihe hat sich endgültig in den Abgrund geritten und funktioniert nicht mehr – falls sie das überhaupt mal hat. Zumindest tut sie das nicht in der storylosen Art und Weise, wie sie derzeit aufgezogen wird. Erschreckend ist zudem auch die Entwicklung von Tara Reid: Wie auch ihre Film-Figur April ist die einst so süße American-Pie-Blondine zum emotionslosen Plastik-Cyborg ohne jegliche menschliche Regungen geworden. Neben ihr wirkt Ian Ziering wie ein rothaariger Daniel Day-Lewis. Und warum tragen eigentlich ALLE Hauptfiguren Leder-Outfits?

Fazit: Macht spätestens jetzt einen Bogen um die Reihe. Selbst Trash-Fans kommen hier nicht auf ihre Kosten. So – 'nough said!


Donnerstag, 10. August 2017

Meine Gedanken zu: "Planet der Affen: Survival"

(© Twentieth Century Fox)
Planet der Affen: Survival (USA 2017)

Regie: Matt Reeves
Drehbuch: Matt Reeves, Mark Bromback
Mit: Andy Serkis, Woody Harrelson, Steve Zahn, Judy Greer, Amiah Miller

Wertung: ★★★★★★★★☆☆

Handlung: In Planet der Affen: Survival muss Caesar (Andy Serkis) einen brutalen Anschlag auf seinen Stamm hinnehmen. Obwohl er eigentlich nur in Frieden leben will, macht er sich deshalb mit seinen engsten Vertrauten auf die Suche nach dem brutalen Colonel (Woody Harrelson).

Schon die ersten beiden Filme der Planet-der-Affen-Neuauflage haben mir sehr gut gefallen. Der Ansatz, die "Entstehung" des Primaten-Planeten von Beginn an zu erzählen, als Trilogie aufzubauen und mit Caesar einen Affen in den Mittelpunkt zu stellen, mit dem man gemeinsam die Entwicklung der Tiere durchlebt, ist stark – die größte Stärke der Reihe war jedoch immer die atemberaubende Optik.

Und auch der dritte Teil ist eine visuelle Offenbarung! Schönere und realistischere Special Effects hat man im Kino noch nicht gesehen und es wäre ein Traum, wenn dies der aktuelle Standard wäre. Der größte Gewinn der tollen Optik: Man vergisst komplett, dass es sich bei den mittlerweile zu den Hauptfiguren der Reihe mutierten Affen um computergenerierte Wesen handelt. Wenn Wind durch das Fell weht, jedes einzelne Härchen erkennbar ist und sich anders bewegt als das nebenliegende oder aber die Kamera sich nur Zentimeter vor dem Gesicht eines Affen befindet und jede Emotion allein durch die komplett natürlich wirkende Mimik verständlich wird, dann nimmt man sie tatsächlich als echte Lebewesen wahr (Wozu natürlich auch die Leistungen der Mo-Cap-Darsteller – allen voran Serkis – beitragen ).


Beeindruckend: Bessere Kreaturen-Effekte hat man im Kino noch nicht gesehen.














Doch auch abseits des Visuellen überzeugt Survival: Schon die ersten knapp 20 Minuten sind Suspense pur. Menschliche Soldaten schleichen auf der Suche nach dem Hauptquartier der Affen durch einen dichten Wald, bis sie auf einen Trupp der Primaten stoßen und ein brachial-brutales Gefecht ausbricht. Einen Bärenanteil an der dichten und bis zum Hals mit Spannung aufgeladenen Atmosphäre hat Komponist Michael Giacchino (Jurassic World, Rogue One), der den gesamten Film mit einem wahren Hammer-Score untermalt – vielleicht sogar mit dem besten Blockbuster-Score des Jahres, obwohl erst kürzlich Hans Zimmer zu Dunkirk ein wahres Soundtrack-Brett ablieferte. 

Die großen Versprechen der ersten Hälfte kann die zweite leider nicht mehr ganz halten, obwohl die Ideen und Ansätze noch immer großartig sind. Sei es das faschistische Regime, das Woody Harrelson führt, die beinahe an ein Konzentrationslager erinnernden Szenen der Affen in Gefangenschaft oder, dass der Mensch selbst der wahre Feind des Menschen ist. Dennoch verliert sich der Film schlussendlich ein wenig in unnötig großen Action-Sequenzen, die es nicht gebraucht hätte. Auch einige weitere kleine Entscheidungen, wie die Einführung eines Comic-Relief-Charakters, stören die fast durchgehend düster-bedrückende Stimmung, wodurch das Finale die dichte Intensität des Auftaktes leider nie erreicht.

Doch gerade, wenn man im Kopf die im Verlauf der drei Filme miterlebte Geschichte von Caesar rekapituliert, dann wird eine weitere ganz große Stärke von Survival offensichtlich: Er ist der fast perfekte Abschluss einer tollen Trilogie. Caesars Entwicklung wird optimal zu Ende gebracht und man freut sich, an seinem Leben teilgehabt zu haben. Genau so sollten Blockbuster-Franchises sein und mir fällt spontan kein weiteres ein, dass in den vergangenen Jahren eine solche Qualität aufgewiesen hätte, wie Planet der Affen.



Dienstag, 8. August 2017

Meine Gedanken zu: "Die Mumie" als Auftakt zu Universals Dark Universe

(© Universal)
Die Mumie (USA 2017)

Regie
: Alex Kurtzman
Drehbuch: Christopher McQuarrie, Jon Spaihts
Mit: Tom Cruise, Sofia Boutella, Russel Crowe, Annabelle Wallis, Jake Johnson
Wertung: ★★★★★★☆☆☆☆



Von den 1920ern bis in die 1950er Jahre produzierten die Universal-Studios eine Vielzahl populärer Monster-Horrorfilme und etablierten damit einige Figuren, die heute auch aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken sind – darunter Dracula, Frankenstein, der Wolfsmensch oder die Mumie. Im Zuge des derzeitigen Remake- und Reboot-Sturm ließ sich nun auch Universal mitreißen und so kamen die findigen Studio-Köpfe auf die Idee, ihre ikonischen Monster in einem Dark Universe zu vereinen. Dazu sollen unter anderem sollen Jekyll & Hyde, der Wolfsmensch und Frankensteins Braut gehören – den Startschuss sollte in diesem Sommer jedoch zunächst Die Mumie geben.

Der Ansatz des Films ist dabei ein anderer als im Original von 1932 und in Stephen Sommers Remake von 1999: Statt Hohepriester Imhotep ist es hier die ägyptische Prinzessin Ahmanet (Sofia Boutella), die lebendig mumifiziert begraben und rund 3000 Jahre später wieder aufgeweckt wird. Nun ist an Nick Morton (Tom Cruise), die Untote wieder zurück ins Grab zu schicken und daran zu hindern, die Welt in den Abgrund zu stürzen. Doch ein Plot-Twist macht ihm schwer zu schaffen: Nach einem Flugzeugabsturz wird er nur durch die dunklen Mächte Ahmanets wieder zum Leben erweckt, woraufhin sie sich in seinem Kopf festsetzt und versucht, ihn zu ihrem willenlosen Untertan zu machen...

Vorweg: Obwohl Die Mumie nahezu überall zerrissen wurde, fühlte ich mich sehr gut unterhalten und habe nun tatsächlich Lust auf Universals Dark Universe. Doch bevor ich euch erkläre, wie das sein kann, zunächst mal meine Kritikpunkte. Wir haben es hier mit kurzweilig-doofer Horror-Action nach der Hollywood-Standard-Formel zu tun, die vor allem durch aufwendige Krawall-Sequenzen und einem großen Schwall sehr künstlich ausschauender Special Effects glänzen will. Auch die meisten Charaktere sind nicht mehr als gesichtslose Abziehbilder (Annabelle Wallis als Jenny Halsey) oder plumpe Comic-Reliefs (Jake Johnson als Sergeant Chris Vail) und das Finale wird, wie es sich für einen Blockbuster anno 2017 gehört, ziemlich in den staubigen Wüstensand gesetzt – und das, obwohl es sich größtenteils in der feuchten Unterwelt Londons abspielt.

Hört sich zunächst mal alles andere als vielversprechend an. Aber woher kommt nun der Unterhaltungsfaktor, woher der Appetit auf das (hoffentlich auch jetzt noch) anstehende Monster-Universum? Ein Grund dafür ist der unerwartet lockere Tonfall von Die Mumie: Tom Cruise' Figur ist ein trotteliger Tunichtgut und Dampfplauderer, der sich selbst in den ausweglosesten Situationen einen dummen Spruch nicht verkneifen kann – so ist die wirklich bedrohliche und von Sofia Boutella stark verkörperte Ahmanet für ihn nicht mehr als „the Chick in the Box“. Und die Rolle liegt dem Schauspieler, er geht vollkommen auf im verschmitzten Charme Nick Mortons!

Schön beängstigend als Mumie: Sofia Boutella.
Der Punkt jedoch, der mir Die Mumie als Dark-Universe-Startschuss schließlich verkauft hat, ist der mit ordentlich Screen Time gelegte Grundstein für eben dieses Universum: Durch den Mumien-Fluch, der auf Nick Morton liegt, landen er und seine Partnerin Jenny bei Dr. Jekyll (Russel Crowe) – der den beiden erstmal mit den Worten „Welcome to a new world of gods and monsters“ sein Sammelsurium von Ungetüm-Artefakten vorführt. Natürlich wird dabei auch die Geschichte von Jekyll und seinem gewalttätigen Alter Ego Mr. Hyde angeschnitten, die jedoch nur als Appetithäppchen für den Solo-Film des Doktors dient.

Insgesamt sind es genau diese appetitanregenden Teaser, die mir schlussendlich Lust darauf gemacht haben, mehr aus diesem Universum zu erfahren. Cruise und Crowe spielen nicht nur überzeugend, auch die von ihnen verkörperten Figuren scheinen mehrere Schichten zu haben, als uns hier präsentiert werden. Das noch nicht im Ansatz ausgeschöpfte Potential ist quasi greifbar. Endgültig bei meiner Meinung, die ihr euch hier gerade durchlest, angekommen, war ich dann nach dem Finale – ganz egal, wie enttäuscht ich von diesem selbst war. Spoiler: Nachdem sich Nick Morton gen Ende opfert, selbst zum Monster wird und Jekyll daraufhin bestätigt: „He’s a monster now. But also still a man.“, und den Film mit den Worten „Sometimes it does take a monster to fight a monster“ schließt, währenddessen man Morton auf der Suche nach einer Lösung seines Fluch-Problems durch die ägyptische Wüste reiten sieht, dann kommt tatsächlich eine Stimmung auf, die Gänsehaut verursachen kann und einen nicht bis 2019 auf den nächsten Dark-Universe-Film Frankensteins Braut warten lassen will.

Schlussendlich muss ich sagen, dass Die Mumie zwar kein guter Film ist, mit der Kombination aus größtenteils schön-grausig designten (wenn auch nicht immer schön animierten) Grusel-Sequenzen und einem locker-coolen Ton aber dennoch fast durchgehend unterhält. Stellenweise zieht dabei sogar ein dezenter Fluch der Karibik-Wind auf. Vor allem gefällt aber das begonnene World-Building, das überraschenderweise gut gelingt und damit Lust auf mehr macht. Stände Die Mumie für sich allein, wäre der Film von Alex Kurtzman nichts weiter als ein typisches Hollywood-Effekt-Gewitter, das sich nur ganz knapp über dem Unterhaltungswert der meisten anderen seiner Artgenossen bewegt. Doch durch die immer wieder leise angespielte Zukunftsmusik, gewinnt er noch einmal Faszinationspotential – auch wenn dieses hauptsächlich aus Versprechungen, die sich genauso gut als leer erweisen können, geboren wird.



Montag, 7. August 2017

Meine Gedanken zu: Edgar Wrights "Baby Driver"

(© Sony Pictures)

Baby Driver (USA 2017)

Regie: Edgar Wright
Drehbuch: Edgar Wright
Mit: Ansel Elgort, Kevin Spacey, Jon Hamm, Jamie Foxx


Es gibt nur wenige Filmemacher, bei denen ich ausnahmslos alles weiterempfehlen würde, an dem sie mitgearbeitet haben – Edgar Wright ist einer von ihnen. Und tatsächlich muss ich nun sagen: Mit seinem neuesten Film Baby Driver hat der Brite sich noch einmal selbst übertroffen.

Im Mittelpunkt steht Baby (Ansel Elgort), ein mehr als nur talentierter Autofahrer. Für Gangsterboss Doc (Kevin Spacey) verdingt er sich als Fluchtfahrer nach geglückten Raubüberfällen – wobei ihm stets die passende Musik hilft, die er wegen eines Tinitus, der seit einem Unfall in der Kindheit jede einzelne Sekunde mit einem penetranten Pfeifen untermalt, stets im Ohr hat. 

Die Musik ist auch das absolute Herzstück von Baby Driver (Der Titel ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Song der Folk-Rock-Giganten Simon & Garfunkel). Nahezu jede Minute ist untermalt mit einem Soundtrack, der es in sich hat: Ob Queen, T-Rex, Beck oder The Commodores – jeder Song passt perfekt. Wright schafft es, dass jedes akustische Zahnrad ohne jegliches Rumoren in sein optisches Gegenstück passt. Baby Driver ist eine einzige durchchoreopraphierte Achterbahnfahrt voller Action, Humor und Gefühl. Ein einziges auf und ab, während dem es so einige Szenen gibt, in denen man einfach nur im Kinosaal aufstehen, die Faust im John-Bender-Style in die Luft recken und ein lautes "Ja, man" ausstoßen will. Und das hat meist mit der größten Errungenschaft des Films zu tun: Der Regisseur und sein Team – aus dem man vor allem Kameramann Bill Pope noch einmal hervorheben muss – hieven die Symbiose aus Soundtrack, Umgebungsgeräuschen und Leinwand-Geschehen auf eine ganz neue Stufe. Schüsse knallen im Takt der Songs durch die Lautsprecher, während Ansel Elgort sich diesem anpasst, im Rythmus der Musik sprintet und springt. Auch die Verfolgungsjagden über die Straßen Atlantas unterwerfen sich dem musikalischen Metrum, das Quietschen der Bremsen verschmilzt mit der Melodie, das Aufeinanderkrachen zweier Gefährte mit dem Anschlag des Basses. Alles wirkt wie aus einem Guss und die Melodie des Films legt sich wie ein enges Seil um den Körper und lässt vor Ende des Abspanns nicht mehr los, erlaubt dem Körper höchstens dem Takt der Szenen zu folgen.

Alles, was du brauchst, ist ein Killer-Track!


Allein dieses perfekte Zusammenspiel würde mir reichen, um bald erneut ins Kino zu rasen – doch sollen auch die perfekt inszenierten Verfolgungsjagden durch verstopfte Straßen ebenso wenig unerwähnt bleiben wie die Darsteller, die allesamt vor Spielfreude sprühen, in ihren überspitzt-absurden Figuren aufgehen und sowohl in puncto Action, als auch in den humoristischen Situationen perfektes Timing beweisen. Aber auch das Skript von Edgar Wright gehört gewürdigt: Neben der furios-unterhaltsamen Verbrecher-Story bringt er mit den Beziehungen Babys zur süßen Musiknarrin Debora (Lily James) und seinem taubstummen Ziehvater Joseph (CJ Jones) noch eine wunderbare Spur Emotionalität in seinen Film, die manch andere Werke in 90 Minuten nicht erreichen – obwohl das deren einzige Aufgabe ist. 

Für mich ist Baby Driver ohne Frage einer der besten und vielleicht sogar der mitreißendste und fulminanteste Film des Jahres. Hätte ich ein Auto, ich säße schon längst am Steuer, hätte den Radio-Verstärker auf 11 gedreht und würde gen Sonnenuntergang rasen. Doch so bleibt mir zur Würdigung des Films nur die folgende Sterne-Wertung: 
★★★★★★★★★☆


Donnerstag, 3. August 2017

Noch nicht totgeredet: Acht sehenswerte Filme aus diesem Jahr, die ihr vielleicht verpasst habt

Was haben LaLaLand, Moonlight, Dunkirk und Logan gemeinsam? Richtig, es sind alles gute Filme – und wurden bereits von allen Seiten tot geredet und –geschrieben. Aus diesem Grund will ich euch an dieser Stelle einmal von den zehn Filmen vorschwärmen, die mir größtenteils genauso gut oder sogar besser gefallen haben, denen aber nicht die ganz große Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Und wahrscheinlich hast du (ja, genau du!) sogar einen oder mehrere davon nicht gesehen. Apropos: Die Filmtitel führen zu den Trailern. Und nun: Viel Freude, Freunde.


(© Koch Media)
Die Taschendiebin★★★★★★★★☆☆
Kinostart: 5. Januar 2017
Regie: Park Chan-wook
Mit: Kim Min-hee, Kim Tae-ri, Ha Jung-woo

Das Jahr startete mit einer visuellen Bombe: Die Taschendiebin von Oldboy-Regisseur Park Chan-Wook ist so wunderschön gefilmt, dass man sich über die stolze Laufzeit von 145 Minuten (Extended Edition sogar 167 Minuten) auch nur die atemberaubenden Kamerafahrten durch das vornehme 30er-Jahre-Anwesen anschauen könnte, auf dem der Hauptteil der Geschichte spielt. Die mysteriös-spannende und weit verzweigte Geschichte hingegen ist zwar auch sehens- und erlebenswert, hätte zwischendurch jedoch gerne etwas packender und griffiger sein können. 


(© Universum Film)
Jackie: ★★★★★★★★★★
Kinostart: 26. Januar 2017
Regie: Pablo Larraín
Mit: Natalie Portman, Peter Sarsgaard, John Hurt

Ebenfalls direkt im Januar feierte mein bisheriger Lieblingsfilm dieses Jahres seine Deutschlandpremiere. Regisseur Pablo Larraín erzählt in Jackie die Geschichte von JFK-Gattin Jackie Kennedy – und das auf außergewöhnliche Art und Weise. Mit kreativ-verschachtelter Erzählweise, einem brillant-kühlen Score von Mica Levi und schöner Kamera-Arbeit erzählt Larraín eine emotional mitreißende Geschichte von Einsamkeit und Trauer, von der schnellen Vergänglichkeit von Macht und dem verzweifelten Versuch und verzweifelten Frau, ihrem Mann einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern. Doch noch weit über alldem, was Jackie so grandios macht, thront die wunderbare Natalie Portman, die die Präsidentengattin auf der Leinwand in Perfektion wieder zum Leben erweckt.


(©  20th Century Fox)
A Cure For Wellness: ★★★★★★★★☆☆
Kinostart: 23. Februar 2017
Regie: Gore Verbinski
Mit: Dane DeHaan, Jason Isaacs, Mia Goth

Zugegeben: Man muss sich in diesen filmgewordenen Alptraum entführen lassen und darf dabei nicht versuchen, das Ganze irgendwie in der realen Welt zu verordnen. Wenn man das geschafft hat, lullen die großartigen Bilder und der sich bis zum Ende steigernde Score auf der Stelle ein und man gibt sich der soghaften Atmosphäre hin, ohne die Geschichte weiterhin zu hinterfragen. Bei mir hat das auf jeden Fall funktioniert, stellenweise fühlte ich mich wie Protagonist Lockhart (Dane DeHaan) in einer fesselnden Szene im Isolationstank. Ein Film, der mich noch länger verfolgt hat und den ich beim ersten definitiv nicht zum letzten Mal gesehen habe.


(© Splendid Film)
Army of One★★★★★★☆☆☆☆
DVD-Start: 24. Februar 2017
Regie: Larry Charles
Mit: Nicolas Cage, Russel Brand, Rainn Wilson


Nicolas goes full Cage again!
Und das ist auch der ganz große Pluspunkt dieses kleinen, aber enorm kreativen und verrückten Filmchens von Borat-Regisseur Larry Charles. Oscar-Preisträger (lang, lang ists her…) Cage dabei zuzusehen, wie er daran scheitert mit einem Hängegleiter nach Pakistan zu gelangen, mit einem Samurai-Schwert durch den Nahen Osten torkelt und immer wieder Zwiegespräche mit Gott (Russel Brand) führt, macht einen Heidenspaß! Zwar verliert sich die Erzählung – vor allem in der zweiten Hälfte – gerne Mal in seinen Absurditäten und es kehrt etwas (noch immer unterhaltsam-schriller) Stillstand ein. Dennoch: Wer Lust hat, Nic Cage mal wieder voll und ganz in seinem Hang zum exzentrischen Overacting aufgehen zu sehen, der sollte Army Of One definitiv eine Chance geben!


(© Sony Pictures)
Hunt for the Wilderpeople★★★★★★★★★☆
DVD-Start: 27. März 2017
Regie: Taika Waititi
Mit: Sam Neill, Julian Dennison, Rima Te Wiata


Nachdem 2014 schon What we do in the Shadows? einen der oberen Plätze meiner Jahres-Topliste belegte, sprang der neue Film von Regisseur Taika Waititi Hunt for the Wilderpeople sogar auf die Spitzenposition – und das, obwohl da nicht mal ein Deutschland-Start in Aussicht war. Ich war so entzückt von der skurril-sympathischen Außenseiter-Komödie, dass ich meine Begeisterung einfach in die Welt tragen musste. Nun gibt es den Film, der mit Wo die wilden Menschen jagen leider einen furchtbaren deutschen Verleihtitel spendiert bekam, sogar bei Netflix – wo ich ihn nochmals gesehen habe und erneut begeistert war. Was ein gutmütiger, emotionaler und urkomischer Film. Schaut ihn euch an! Und für alle, die das schon getan haben: Bei der Mad-Max-Sequenz gegen Ende bin ich tatsächlich aufgestanden und habe gejubelt. Nochmals: Was ein toller Film.


(© FOGMA GmbH)
Tiger Girl★★★★★★★★★☆
Kinostart: 6. April 2017
Regie: Jakob Lass
Mit: Ella Rumpf, Maria Dragus, Enno Trebs


Schon der erste Film von Regisseur Jakob Lass, Love Steaks, gefiel mir mit seiner umfassenden Authentizität wirklich sehr gut. Tiger Girl knüpft dort an und setzt meiner Meinung nach noch einen drauf: Ein wenig Außenseiter-Drama, ein wenig Comic-of-Age-Geschichte, ein wenig Action-Thriller. Rotzig, roh, realitätsnah. Wie auch schon bei seinem Debüt ließ lass seinen Darstellern nahezu die gesamte Zeit improvisieren – und das zahlt sich aus. Bei keinem Film in diesem Jahr war ich so elektrisiert, so in den Kinosessel gedrückt. Wahnsinnig schade, dass Tiger Girl in Deutschland nahezu niemanden ins Kino locken konnte. Aber immerhin durfte ich Regisseur Jakob Lass und Hauptdarstellerin Ella Rumpf interviewen und mit ihnen über den Film sprechen – was ihr euch gern HIER anschauen könnt.


(© Splendid Film)
Shin Godzilla★★★★★★★★☆☆
Kinostart: 4. Mai 2017
Regie: Hideako Anno / Shinji Higuchi
Mit: Hiroki Hasegawa, Satomi Ishihara, Yutaka Takenouchi

Als Kind und Jugendlicher war ich ein großer Fan der alten Mann-im-Kostüm-Godzilla-Filme. Diese Begeisterung ließ in den vergangenen Jahren etwas nach – doch natürlich saß ich im Kinosaal, als das erste Mal seit 2004 wieder ein japanischer Godzilla über die Kinoleinwände stapfte. Und im Gegensatz zu den beiden US-Godzillas wurde ich alles andere als enttäuscht. Was das Monstrum selbst angeht, so haben die Filmemacher viel Kreativität bewiesen – vor allem die verschiedenen Entwicklungsstufen, die es durchläuft, sind fantastisch. Aber auch der große Handlungsteil, der sich augenzwinkernd mit den Reaktionen der japanischen Politik-Spitze auf den Kaiju-Angriff befasst, wirkt erfrischend, trotz der Thematik nicht trocken und oft sogar wirklich komisch. Und außerdem sind auch noch die Effekte wirklich in Ordnung. Godzilla-Fan-Herz, was willst du mehr?


(© Tiberius Film)
The Greasy Strangler★★★★★★★★☆☆
Kinostart: 1. Juni 2017
Regie: Jim Hosking
Mit: Michael St. Michaels, Sky Elobar, Elizabeth De Razzo

Tja, was soll ich zu The Greasy Strangler sagen? Es ist auf jeden Fall einer der verstörendsten und widerlichsten Filme, die ich jemals gesehen habe, aber auch gleichzeitig einer der verrücktesten und skurrilsten. Und gerade diese Mischung macht die Geschichte des Bratfett-Killers, die in einem bunt-verschrobenen Disco-Paralleluniversum zu spielen scheint, so unglaublich unterhaltsam. Vielmehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen – erlebt es einfach selbst!

Freitag, 23. Dezember 2016

Tops & Flops 2016

Das Filmjahr 2016 ist nun fast vorbei, die Zeit der Jahrescharts ist gekommen – und auch meine Tops und Flops will ich euch nicht vorenthalten. Dabei beziehe ich mich stets auf die deutschen Kinostarts (lediglich Platz 1 meiner Topliste bildet da eine Ausnahme, da für diesen Film noch kein deutscher Starttermin steht, ich ihn aber auf keinen Fall unerwähnt lassen wollte) und außer bei meinen Top 10, bei denen ich mich festgelegt habe, ist die Reihenfolge variabel.

Die Flops 2016
  • Unfriend (Friend Request, Deutschland 2016, Regie: Simon Verhoeven, dt. Kinostart: 7. Januar 2016, Wertung: 3/10)
  • Der Spion und sein Bruder (The Brothers Grimsby, U.S.A. 2016, Regie: Louis Leterrier, dt. Kinostart: 10. März 2016, Wertung: 3/10)
  • Bad Neighbors 2 (Neighbors 2: Sorority Rising, U.S.A. 2016, Regie: Nicholas Stoller, dt. Kinostart: 5. Mai 2016, Wertung: 3/10)
  • 31 (31, U.S.A. 2016, Regie: Rob Zombie, dt. Kinostart: 27. Oktober 2016, Wertung: 2,5/10)
  • Suicide Squad (Suicide Squad, U.S.A. 2016, Regie: David Ayer, dt. Kinostart: 18. August 2016, Wertung: 2,5/10)
  • Warcraft: The Beginning (Warcraft, U.S.A. 2016, Regie: Duncan Jones, dt. Kinostart: 26. Mai 2016, Wertung: 3,5/10)
  • Independence Day 2: Wiederkehr (Independence Day: Resurgence, U.S.A. 2016, Regie: Roland Emmerich, dt. Kinostart: 14. Juli 2016, Wertung: 3/10)
  • The Purge 3: Election Year (The Purge: Election Year, U.S.A. 2016, Regie: James DeMonaco, dt. Kinostart: 15. September 2016, Wertung: 3,5/10)
  • Legend of Tarzan (The Legend of Tarzan, U.S.A. 2016, Regie: David Yates, dt. Kinostart: 28. Juli 2016, Wertung: 4/10)
  • Ghostbusters (Ghostbusters, U.S.A. 2016, Regie: Paul Feig, dt. Kinostart: 4. August 2016, Wertung: 4/10)

Die Tops – Plätze 20 bis 11
  • The Hateful 8 (The Hateful Eight, U.S.A. 2015, Regie: Quentin Tarantino, dt. Kinostart: 28. Januar 2016, Wertung: 7,5/10)
  • Raum (Room, U.S.A. 2015, Regie: Lenny Abrahamson, dt. Kinostart: 17. März 2016, Wertung: 8/10)
  • Dope (Dope, U.S.A. 2015, Regie: Rick Famuyiwa, dt. Kinostart: 28. Januar 2016, Wertung: 8/10)
  • Sully (Sully, U.S.A. 2016, Regie: Clint Eastwood, dt. Kinostart 1. Januar 2016, Wertung: 8/10)
  • Creed – Rock's Legacy (Creed, U.S.A. 2015, Regie: Ryan Coogler, dt. Kinostart: 14. Januar 2016, Wertung: 8/10)
  • The Witch (The Witch, U.S.A./Kanada 2015, Regie: Robert Eggers, dt. Kinostart: 19. Mai 2016, Wertung: 8/10)
  • Green Room (Green Room, U.S.A. 2015, Regie: Jeremy Saulnier, dt. Kinostart: 2. Juni 2016, Wertung: 8/10)
  • Oasis: Supersonic (Supersonic – The Oasis Documentary, Großbritannien 2016, Regie: Mat Whitecross, dt. Kinostart: 27. Oktober 2016, Wertung: 9/10)
  • The Neon Demon (The Neon Demon, U.S.A., Dänemark, Frankreich 2016, Regie: Nicolas Winding Refn, dt. Kinostart: 23. Juni 2016, Wertung: 8/10)
  • Don't Breathe (Don't Breathe, U.S.A. 2016, Regie: Fede Alvarez, dt. Kinostart: 8. September 2016, Wertung: 8/10)

So, das waren die, in meinen Augen, größten Enttäuschungen des vergangenen Jahres und die Plätze 20 bis 11 meiner Lieblingsfilme. HIER (klick) gibt es nun die Top 10 als anschauliche Diashow. Viel Spaß damit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch allen Lesern!