Montag, 14. September 2015

Meine Meinung: San Andreas


Gerade eben habe ich mir den neuesten Film dem größten Wrestler/Schauspieler neben Hulk 'Santa with Muscles' Hogan, Dwayne 'The Rock' Johnson gesehen: 'San Andreas'.
In Szene gesetzt wurde der Film von Brad Peyton ('Die Reise zur geheimnisvollen Insel') und in weiteren Rollen sehen wir unter anderem Carla Gugino, Paul Giamatti und Alexandra Daddario. Die und deren körperliche Vorzüge sind auch das beste am ganzen Film - was nicht heißt, dass der Film überhaupt nicht unterhält, sondern lediglich, dass Madame Daddadrio wirklich hübsch anzuschauen ist.
Schauspielerisch bildet Paul Giamatti erwartungsgemäß die Speerspitze des Ensembles - aber wer schaut sich bitteschön einen Katastrophenfilm mit Dwayne Johnson wegen der schauspielerischen Leistungen an? Keiner, richtig. Genau das gleiche gilt für jegliche Handlung oder Logik. Erstere ist haargenau die selbe wie in jedem billigen Katastrophenfilm über irgendwelche Vulkane, Eiszeiten, Fluten oder was auch immer der Trashfilm-Markt so hergibt. Zerrüttete Scheidungsfamilie mit Kind findet, Erdbeben sei Dank, wieder zusammen. Punkt. The Rock spielt dabei die immer gleiche Rolle als muskelbepackter Held, vollgepumpt mit Klischees, Pathos und machohaften One-Linern. 

Hört sich bisher alles relativ negativ an - soll es auch. Dennoch muss ich sagen, dass es mir immer wieder Spaß macht, eine zweistündige Zerstörungsorgie auf dem Bildschirm zu erleben (Ja, ich fand auch '2012' sehr unterhaltsam) und was das angeht hat der Film doch einige nette Ideen. In diesem Fall dreht sich die 'Geschichte' darum, dass sich der San Andreas-Graben auftut und es zu Erdbeben, Flutwellen und Co. kommt. Ach, ist auch ganz egal, wird im Film auch nicht großartig erläutert und ich habs mittlerweile auch schon wieder fast wieder vergessen.

Kommen wir zu dem, was 'San Andreas' ausmachen soll - eine fette CGI-Zerstörungs-Kirmes. Und die macht teilweise Spaß, der Film hat keinen großen Leerlauf und die Effekte sind in Ordnung (Ja, auch das soll sich nicht unbedingt positiv anhören).
Roland Emmerichs '2012' hat im Endeffekt aber doch deutlich mehr geboten - und nicht nur weil da mal eben die ganze Welt über den Jordan geschickt wird. Die Effekte sind besser, die Charaktere nicht ganz so klischeebehaftet und dass John Cusack als Protagonist mehr zu bieten hat als ein Dwayne Johnson, muss wohl nicht erwähnt werden.
Aber insgesamt will ich 'San Andreas' seine Daseinsberechtigung nicht absprechen, vor allem aufgrund der aktuellen Flaute, was Katastrophen-Blockbuster angeht und der Erfolgswelle auf der The Rock zur Zeit schwimmt. 
In irgendeiner Form das Genre beleben wird der Film allerdings nicht, dafür ist er einfach viel zu nichtssagend und schon bald (wenn es nicht schon so weit ist) wird sich niemand mehr daran erinnern.

Alles in allem bietet 'San Andreas' ein paar positive Punkte - nette Zerstörungen, Paul Giamatti und das Aussehen von The Rocks Filmtochter. Dagegen stehen jedoch die Story, die den Namen nicht verdient hat (das Drehbuch wurde nachträglich noch zweimal von anderen Schreibern überarbeitet, da es den Produzenten zu schlecht war - ich will nicht wissen, was zunächst vorgesehen war), klaffende Logiklöcher, so tief wie der San Andreas-Graben und Special Effects, die nicht in der allerhöchsten Liga  spielen, was bei einem solchen Film einfach schade ist.
Insgesamt lassen Story und Logik des Films beim allerbesten Willen nicht mehr als 3 von 10 Punkten zu. Davon jeweils einen für jede Brust von Alexandra Daddario und einen weiteren für den eigentlichen Held des Films, die Natur. Auch wenn am Film selbst nur sehr, sehr wenig natürlich ist - selbst bei besagten Brüsten bin ich mir da alles andere als sicher.


Selbst während des Weltuntergangs ist The Rocks Filmtochter immer perfekt gestyled -
macht nichts, immerhin lenkt das ein wenig vom Rest ab.

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