Dienstag, 8. September 2015

Vom 10.06.2015: Love & Mercy

Love & Mercy ist ein US-Amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2014 und ist ein Porträt des Masterminds hinter den Beach Boys: Brian Wilson. Am Donnerstag, 11.06.2015, feiert er seinen deutschen Kinostart.


Am Donnerstag kommt die dritte Fortsetzung von Jurassic Park, Jurassic World, ins Kino. Nachdem ich nun dem Blockbuster der Woche genug Aufmerksamkeit gewidmet habe, komme ich zu meinem Highlight der Woche: Love & Mercy.

Handlung
Love & Mercy porträtiert den „Beach Boy” Brian Wilson in zwei Lebensphasen. Zum Einen in den 60er Jahren, schon sehr erfolgreich und während der Arbeit zum Album Pet Sounds, zum Anderen in den 80er Jahren als psychisches Wrack und gezeichnet von jahrelangem Drogenkonsum. Zwischen diesen beiden Phasen springt der Film immer wieder hin und her und zeigt dabei auf sehr sensible Art und Weise den Werdegang eines Künstlers mit vielen und tiefgründigen Problemen.

Besetzung
Den Brian Wilson der 60er Jahre porträtiert Paul Dano, unter anderem bekannt aus Little Miss Sunshine, There Will Be Blood oder Prisoners. Den Wilson der 80er Jahre präsentiert ein klasse spielender John Cusack (Being John Malkovich, Identität, 2012).

In weiteren Rollen sehen wir unter anderem Paul Giamatti (The Illusionist, Shoot ‚Em Up, 12 Years a Slave) als Dr. Eugene Landy, Wilsons Psychologe in den 80er Jahren und Elizabeth Banks (Spider Man, Zack and Miri Make a Porno, The Hunger Games) als Wilsons spätere Ehefrau Melinda Ledbetter. Regie führte Bill Pohlad, welcher gleichzeitig sein Regiedebüt feierte. Zuvor war er jedoch als Produzent an Filmen wie Brokeback Mountain, Into the Wild, 12 Years a Slave und Tree of Life beteiligt. Für letzteren erhielt er einen Acadamy Award.Produziert wurde der Love & Mercy von Brian Wilson selbst, was nur zur Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit des Filmes beiträgt.

Kritik
Von den Kritikern wurde der Film bisher in hohen Tönen gelobt. Besonders hervorgehoben wurden dabei die Leistungen der beiden Hauptdarsteller Dano und Cusack, die Authentizität und Emotionalität, sowie die Art des Films, welcher nicht wie ein typisches Porträt inszeniert ist, sondern immer wieder zwischen den Zeitlinien hin und her springt und nicht plakativ die größten Höhen und Tiefen von Brian Wilsons Leben zeigt, sondern tiefer in dessen Psyche vordringt.Ebenso zeichnet der Love & Mercy schöne und glaubhafte Bilder der jeweiligen Epoche – und auch der Soundtrack ist, selbstverständlich, großartig.Wer also keine 15€ zahlen möchte um Dinosaurier in 3D zu sehen, sondern ein schönes und rundes Porträt eines genialen, aber psychisch labilen Künstlers sehen möchte, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen.


Und wem das alles jetzt noch nicht gereicht hat, der lässt sich vielleicht von Wertungspunkten überzeugen: Rotten Tomatoes 87%; IMDB 7,7; Metacritic 80%.

1 Kommentar:

  1. Ich fand den Film ganz gut. Gerade die Herren Giamatti, Cusack und Dano waren schauspielerisch wirklich gut. Die Songs der Beach Boys werden zwar etwas zu aufdringlich betont, aber gerade die fragmentarische Auswahl von Brian Wilsons Biografie sorgt dafür, dass man sich nach dem Kinobesuch weiter über Wilson informieren möchte.

    Hier meine Review: https://filmkompass.wordpress.com/2015/05/18/love-and-mercy-omu-2014/

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